35mm-Adapter
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Allgemeines - Sonstiges

Neben den zentralen optischen Eigenschaften eines 35mm Adapters gibt es noch ein paar Dinge, die seine Verwendbarkeit beeinflussen.

Stabilität
So ein Adapter soll ja auch einen Dreh überstehen. Dazu sollte die Gesamtkonstruktion auch entsprechend robust aufgebaut sein. Beim Dreh ist es schon sehr ärgerlich, wenn der Kameramann zwischendurch sagen muß 'Moment mal, die Kamera hat sich verborgen. Ich muss das jetzt erstmal reparieren! Drehpause!'.
Die Konstruktion sollte in sich auch möglichst starr sein, damit zueinander fixierte Komponenten wie die Videokamera und der Adapterteil nicht gegeneinander wackeln oder schwingen. Holzkonstruktionen sind leichter herzustellen und zu bearbeiten, aber Holz ist in der Regel sehr elastisch. Metallkonstruktionen sind schwieriger herzustellen, aber weniger elastisch und damit schwingungsärmer.

Schmutzempfindlichkeit
Bisher zeigte sich auch, dass in der Konstruktion befindlicher Schmutz ein Problem beim praktischen Einsatz eines Adapters darstellt. Um dem zu begegnen, ist es natürlich erforderlich vor einem Dreh alle Komponenten ganz sorgfältig zu reinigen. Aber es sollte auch darauf geachtet werden, daß beim Dreh kein Schmutz in die Konstruktion gelangt. Die optische Verbindung zwischen Adapter und Videokamera sollte also möglichst geschlossen sein. Damit wird auch der Einfluss von Streulicht verhindert, aber eben auch, dass ein Fussel auf die Mattscheibe gelangt. So etwas ist beim Dreh mit Selbstbauten nur sehr schwer wieder zu entfernen.

Naheinstellungsgrenze der Videokamera
Nicht jede Videokamera ist in der Lage und geeignet, auf eine Mattscheibe in kurzer Entfernung (2-10 cm) einzuzoomen und auch scharfzustellen. In der Praxis ist zu beobachten, dass dies eher mit preiswerten Konsumerkameras möglich ist, deren Objektiv einen geringen Durchmesser hat (Filtergewindedurchmesser ca. um die 30mm). Bei hochwertigeren Videokameras mit größerem Durchmesser (ca. um die 50mm) kann das Scharfstellen auf so kurzer Entfernung meist nur mit einer zusätzlichen Nahlinse (oder Makrolinse bzw. -apdapter) realisiert werden. Diese ist direkt vor dem Objektiv der Videokamera anzubringen, oder kann an entsprechender Stelle im eigentlichen Adapter mit eingebaut werden.
Ob das für die eigene Kamera erforderlich ist kann man leicht feststellen, indem man ein rechteckiges Stück aus einer Tageszeitung in 36mm x 24mm ausschneidet. Dann stellt man die Kamera entsprechend nah auf und zoomt dieses Stück so ein, daß es formatfüllend aufgenommen wird. Dann stellt man die Kamera immer näher dran, und beobachtet, ab wann hier nicht mehr scharf gestellt werden kann (noch einfacher ist es natürlich in der Bedienungsanleitung nachzulesen, wo die Naheinstellungsgrenze für die Kamera liegt, sofern sie dort angegeben ist :-).

Plan B
Es ist auch nicht verkehrt sich Gedanken zu machen, was apssieren soll, wenn eine Woche vor Drehbeginn (oder sogar einige Stunden davor) die Videokamera wegen eines Defektes ausfällt, die eigentlich für die Verwendung mit dem Adapter vorgesehen war. Meist ist es schon irgendwie möglich, eine andere Videokamera von einem Freund oder Bekannten kurzfristig auszuleihen. Aber ist diese dann auch am Adapter verwendbar? Nicht jede Konstruktion kann das vorher berücksichtigen, aber wenn so ein Notfall eintritt, und man sich vorher Gedanken darüber gemacht hat, weiß man zumindest ob man noch eine Chance hat, den Dreh zu retten, auf den Adapter zu verzichten oder den ganzen Dreh in die Tonne zu treten.

Kosten
Die Kosten für seinen Adapter kann sich jeder selbst aussuchen. Es ist möglich, mit in der Bastelkiste gefundenen Komponenten kostenlos einen Adapter aufzubauen, oder mehrere hundert Euro in so eine Konstruktion zu stecken. Mit etwas handwerklichem Geschick kann man an vielen Stellen sparen. Hauptkostenfaktoren werden zum Schluß oft externe TFT mit mobiler Stromversorgung (sofern man diese verwenden will) und die Mattscheiben sein. Für den Rest gibt es meist preiswerte Alternativen.

© 2004-2011 Frank Gehde